Ausbildungsstart: Von Schnüffelübungen und Blutzuckermessungen

Ich hab im Moment keinen Ausbildungsstreß, sondern viel Spaß beim lernen. Da hat mein Hundemensch im Moment eher das Nachsehen und muß sich anstrengen für das Training und Bemühen um die eigene Gesundheit.

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Vor knapp vier Wochen haben wir mit den ersten Schritten für die Spezialausbildung begonnen und jetzt darf ich ganz doll hundeleckere Knabbereien suchen: Diese sind um und auf meinen Hundemensch verteilt. Ich soll neben den Leckereien den Duft von meinem Hundemensch gut verinnerlichen.  Mehr weiß ich noch nicht. Das ist auch egal, solange es diese tollen Schnüffelleckerlis gibt. Die werden jetzt auch etwas besser versteckt, denn ich bin so fix im finden…Ich ziehe die auch vorsichtig aus dem Sockzipfel raus. Gefunden habe ich bisher immer und alle. Diese Übung mache ich wenn es gut läuft mit meinem Hundemensch mehrmals am Tag und auch nachts, spät abends oder früh morgens. Damit ich auch zu diesen Zeiten die knuffige Nase für meinen Hundemensch übrig habe. Wenn ich den Unterzuckerungsgeruch später unterscheiden kann, ist das hundewichtig für meine  Job!  Dann sage ich ihr Bescheid, egal wieviel Uhr es ist: Pfote drauf!!

Das was für mich Spaß bedeutet, ist für den Hundemensch  eher nervig bis anstrengend. Seit einer  Woche mißt die ihren Blutzucker regelmäßig. Das hat sie vorher nicht so häufig getan, denn sie sollte bei Symptomem reagieren und sich nicht durch ein Gerät „schattig“ machen lassen. Nun hat sie bei den Kontrolltagen festgestellt, das sie etliche Unterzckerungen nicht  mehr bemerkt, wie früher. Einmal hatte sie am Nachmittag einen Wert von 55 und wäre so mit mir rausgegangen, weil sie keine Symptome hatte. Gut, das sie gemessen hat: Bei so einem niedrigen Wert kann das schnell „ungemütlich“ werden und bei ihr bis zur bewußtlosigkeit führen.  So hat sie vor dem Spaziergang erst ein Glas Apfelsaft getrunken und dann sind wir raus.

Da sie Unterzuckerungen nicht mehr frühzeitig bemerkt, hat zur Konsequez das nun ein Facharzt die Lage checken muß. Anscheinend hat sich der Körper gewöhnt? Oft niedrige Werte sind für den Körper langfristig nicht gesund, daher muß geschaut werden.  Mein Hundemensch ist ein Arztmuffel und grummelt nun seit Tagen wegen diesem Umstand rum. Aber es bringt nix. Da muß sie durch.  Auch wegen meinem Training und dem weiteren Aufbau.

Mein Hundemensch hat kein typischen Diabetes, sondern bei ihr entgleist der Stoffwechsel bei Nahrungsaufnahme mehr oder weniger heftig. Das ist organisch beding wegen einer indirekte Traumafolge. Erst nach einer notwendigen Operation trat das Problem auf. Da muß sie immer einiges beachten, wie zum Beispiel nie beim Essen trinken. Vor dem Essen das letzte mal eine halbe Stunde vorher trinken. Nach dem Essen mindestens eine halbe Stunde warten mit dem Trinken, wenn nicht noch länger.

Manchmal meckert sie leise vor sich hin, weil sich die äußeren und inneren Narben dermaßen in alle Lebensbereiche und Nieschen gesetzt haben und sie einschränken. Sie ist aber oft auch froh, durchgehalten zu haben, denn aktuell kann sie mit den Einschränkungen zurechtkommen oder arangieren. Sie sind nicht die  besten Kumpel und es ist okay, wenn sie an einigen Tagen nerven und dann meckert sie eben. So baut sie motzend streß ab. Ich als Hund würde auch meckern, wenn mein Lieblingsknochen nicht mehr der wäre, der er mal war, wuff-wau-wau!

Autor: Assistenzhundeleben

Ich werde als Assistenzhund ausgebildet, um bei den vorhanden Einschränkungen meines Menschen unterstützend und stärkend zur Seite zu stehen.

10 Kommentare zu „Ausbildungsstart: Von Schnüffelübungen und Blutzuckermessungen“

      1. Wuff: ECHT!?!! Hundelegga. Will ich auch. Alles!! Ich habe nun eine Futtertube bekommen. Nur noch nicht mit Inhalt vor die Schnute bekommen. Ich freue mich schon sehr darauf und werde meinen Hundemensch auf deine Tipps stupsen! Mir läuft der Speichel im Maul herum… yammi!

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