Umwelterleben: Element Wasser und der erste Urlaub

Die letzten Tage war ich mit den Hundemenschen und Hund Lucky am Meer: Neues kennenlernen. So richtig Hundeviel! Mein Hundemensch wollte schauen, was ich vom grossen Wasser halte. Das Abenteuer fing zuhause an. Gaaaanz viele Wirbel. Da wurden Gegenstände umhergetragen und eingeräumt. Meine Klamotten und Lieblingsdecken auch. Ich habe natürlich fleißig geholfen. Beim sortieren…Nach meiner Art und weise. Alles was mir gefiel, das in Taschen oder Koffer gepackt wurde, habe ich rausgefischt und ins Wohnzimmer geschleppt. Mein Hundemensch war ziemlich angenervt, flüstere ich euch hier zu: Dabei wusste ich nicht, wieso. Ihr etwa?  Morgens ging die Autofahrt los und die hab ich echt verpennt. Auto fahren ist kein Problem. Ich schlafe oder schaue aus meinen Guckluken..Oder ich habe was zum knabbern dabei. Dann waren wir am Zielort. Die neue Umgebung war sofort kein Problem. Schließlich waren mein Hundemensch und alle meine vertrauten Alltags- und Luxusgegenstände da. Also,was will ich mehr?  Na ja, mehr Essen wäre gut. Ich bekomme nach meinem Empfinden immer zuwenig. Der Hundemensch ist manchmal komisch in der Essensangelegeneit. Das Futter kommt in meine Schüssel und auf so ein Brett. Da schaut sie drauf und manchmal kommt eine Gabel Fleisch dazu. Das finde ich immer gut. Allerdings kann ich das nie abwarten und belle „schneller, schnell. Ich hab Kohldampf,ey.wuff!“ Manchmal nimmt sie aber auch wieder Fleisch runter. Ein Skandal! Und das schlimme ist, bisher konnte ich sie nie daran hindern. Ich armer Hund. Muss viel essen, denn ich wachse. Wenn das so weitergeht, überlege ich mich beim Hundeschutz zu beschweren. Ausserdem habe ich anrecht auf mehr Essen: Wachstum, aktiver Hund und so.
Der erste Tag am Strand war super,  denn ich durfte nach herzenslust buddeln. Ich liebe Sand!!  Vielleicht bekomme ich mein Hundemensch soweit, auf dem Balkon einen Sandkiste zu installieren?! Was meint ihr, wie ich das am besten anstellen könnte?
Wasser habe ich nur nebensächlich bemerkt. Buddeln war DAS Highlight. Wieder Zuhause war ich so müde, das ich fest geschlafen habe.
Später ging nochmal zum buddeln. Plötzlich war das Wasser auch da und mein Hundemensch ist sofort rein. Das fand ich gar nicht nett und hab sofort Alarm gegeben, schließlich passe ich jetzt schon auf sie auf.  Meine Pfoten wurden  an dem Tag bis unterhalb der Knie patsche naß.Das war ein neues Empfinden, was ich noch nicht einordnen konnte. Daher erstmal fiepen….Davon wurde das nicht besser. Schlechter aber auch nicht, daher fix wieder buddeln. Am Wasserrad fand ich eine interessante kleine  Kugel. Mit der konnte ich fischen und so lange anbellen bis sie irgendwann an Land war, wo der kugelige Spaß weiter gehen konnte.
Am zweiten Tag am Strand fand ich auf meinen Abenteuern eine Maus. Stellt euch das vor: mein hinterlistiger und auf eigenspaß bedachter Hundemensch wollte sie ignorieren und dachte das ich drauf reinfalle!!

Nix da, ich rieche sowas. Meine Nase ist top. Schließlich mache ich seit einer Woche Schnüffelübungen, damit ich später Unterzuckerungen von meinem Hundemensch bemerken und ihr Bescheid geben kann. So eine Maus rieche ich auch ohne zu üben!
Wuff, naja… Hundemensch nahm es mit Fassung und ließ mich in Ruhe meine neuste Errungenschaft entdecken und erforschen. Sie war hundenetterweise gnädig und der Meinung: Die erste Maus kommt kein zweites mal! Danke-wuff!
Für die Neider unter euch: Es war bellendes Spiel und spassige Freude. Ich hab sie überall am Stand mitgeschleppt, hochgeworfen und wieder gefangen. Irgendwann kamen andere Hunde. Während des Spiels mit denen hab ich sie dann leider vergessen und irgendwo liegen lassen.

Das große Wasser war nur manchmal da. Matsch gab es dafür ne Menge und da bin ich mit Freude durchgallopiert. Boah, sah ich aus. Da war Lotta Erdferkel nix gegen! Später Zuhause durfte ich mit Hundemensch in die Dusche, weil sie meinte, das daran kein Weg vorbei führen würde. Angeblich würde ich die Matsche stinken. Tzzzz….Die Meinung teilte ich nicht, aber Diskussionen waren unmöglich. Diese Duschen kannte ich übrigens noch nicht. Nur die Badewanne Zuhause vom üben. Nun bin ich mit meinen 14 Wochen eine große Dame mit viel Erfahrung, da hatte ich auch keine Angst. Ausserdem stand mein Hundemensch neben mir in dem Ding drin. Es dauerte eine Weile, bis das Wasser wieder klar wurde und die Matsche aus dem Fell geschemmt. Gegen Ende wurde ich schon etwas ungeduldig. Aber danach gab es Belohnungen und kuscheln mit ausruhen.

Mit den Pfoten ins Wasser bin ich ohne Probleme gegangen, aber tiefer?… Nein, das fühlte sich komisch an. Ungewohnt. Fremd. Da müsste ich erstmal kurz jaulen, als ich unbedarft anfangs hinter Hundemensch ins tiefere Wasser gerannt bin. Ich sah aus wie ein begossener Hund… Untenrum zumindest. Danach hab ich das Spielen am Strand vorgezogen.

Am vorletzten Abend als das Wasser wieder da war, hab ich ein Tier im Wasser entdeckt. Die Hundemenschen meinten es sei ein Seehund. Ein schwimmender Hund also! Cool, dachte ich erst. Aber bevor ich ihm begrüßend entgegenbellen konnte, war er weg. Abgetaucht. Sowas aber auch. Schade. Der konnte voll gut schwimmen. Ich ja noch nicht. Oder mal deutlich gemurmelt: Bisher nicht mal probiert. Mein Hundemensch hat sich mir das Wasser nah angeschaut und einiges gezeigt. Hände reinhalten. Dann ist die Hand weg, aber sie kommt auch wieder… Wasser spritzt. Es macht Geräusche, die ich noch nie gehört habe. Bedeuten sie was? Wasser ist in Bewegung, aber es will mich nicht bekämpfen. Es tut mir nicht weh. Es will nicht spielen. Aber wenn ich was im Wasser mache, egal was, darauf reagiert das Wasser wilder. Aber fast nur dann. Manchmal bewegt es sich alleine. Kommt auf mich zu, geht wieder… Immer wieder. Es ist aktiv und immer in Bewegung.

In der kurzen Zeit konnte ich das Element Wasser nicht umfassend begreifen, aber der Anfang ist getan und ich bin an diesem letzten Abend knapp bis zum Bauch im Wasser gestanden!

… FORTSETZUNGEN FOLGEN!

Hundewasserklar!

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Autor: Assistenzhundeleben

Ich werde als Assistenzhund ausgebildet, um bei den vorhanden Einschränkungen meines Menschen unterstützend und stärkend zur Seite zu stehen.

2 Kommentare zu „Umwelterleben: Element Wasser und der erste Urlaub“

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