Mein erster Besuch beim Menschenarzt und in der Apotheke

Heute war ich in wichtiger Mission unterwegs, denn meinem Hundemensch waren die Medikamente ausgegangen. Einen Tag konnte sie das überbrücken, aber mehr nicht. Scheinbar ist das besonders nachts wichtig die winzigen Teile zu haben, denn sonst zappelt mein Mensch immer unwillkürlich mit der Muskulatur (oder so). Ich habe das schon ein paar mal erlebt tagsüber: Wuff-Wau: da wackelten aber meine Schlappohren:Ich konnte nicht in Ruhe meinen Kopf auf ihren Bein ausruhen. Da sonst niemand auf mich aufpassen konnte, auch nicht meine Tante J.: Die kann immer nur nach meinem 2. Essen am Tag. Das weiß ich so genau, weil die bisher IMMER kurz danach hier war. Ich paße eben auf, wie ein Luchs im Hundefell. Daher hat mein Mensch in so einen Apparat mit dem Arzt gesprochen. Alles geregelt mit dem Apparat und ich darf mit, also gings los mit der U-Bahn. Das kenne ich ja schon inzwischen gut

Zuerst ging es zu der Hausärztin. Ich war hundeperplex, denn sie wussten das ich komme und waren aufgeregt und freuten sich. Ich habe Leckerchen bekommen und die medizinischen Fachangestellten (habe ich extra im Internet gelesen, wie der Beruf heißt) meinten, ich bin willkommen! Cool, das macht meine bald beginnende Ausbildung sehr chillig. Ohhhh, träum: Ich sehe mich dort schon in einem gemütlichen Korb hinter dem Tresen liegend und immer wenn eine der Mitarbeiter an mir vorbei geht, bekomme ich Leckerchen, einen Knuddler oder Coctails (natürlich hundegeeignet!…was dachtet ihr denn jetzt?!) …Lieber Hundemensch: Ab sofort wirst du stets alle deine Termine wahrnehmen. Dafür sorgen ich jetzt!

Ich habe übrigens genau beobachtet, was mein Mensch gemacht hat. Sie hat denen ein kleines Teil gegeben (sah aus wie hartes Papier) und kurze Zeit später zurück bekommen. Dann bekam sie Blätter, aber keine fliegenden. Die hätte ich eingefangen, hundeehrenwuff. Dann ging es weiter mit der Bahn und ein Blick vom Hundemensch wollte wissen, ob ich noch fit bin, für eine zweite Facharztpraxis…scheinbar war ich es und somit fuhr ich (das erste mal, aber auf dem Arm in einem Aufzug, denn der war eng und andere Menschen waren drin) zu einer anderen Praxis. Da waren sie auch sehr freundlich zu mir und ich durfte rum laufen. Am liebsten hätte ich in die Zimmer geschaut, aber da ging Diskretion vor, flüsterte mein Hundemensch mir zu…Naja: ich hätte nix weitergebellt. Ehrenwuff! Das Papier das mein Hundemensch hier bekommen sollte, war noch nicht fertig und deshalb durften wir im Wartezimmer warten. Mein Hundemensch hat die anderen Menschen gefagt, ob jemand was dagegen hat, aber alle wackelten mit dem Kopf. Also rein…Da waren viele Beine! Ich konnte sie gar nicht zählen, aber interessant waren alle! Mein Hundemensch hatte meine Decke dabei und darauf habe ich mich schnell gesetzt. Nachher ist die auch besetzt, wer weiß das schon so genau. Sitzpätze gabs nämlich nur noch einen. Dann gab es Wasser aus meinem Napf-to-go (hat mein Hundemensch selber genäht). Naja..und kurz danach ist mein Hundemensch rot geworden…:Erst hatte ich keinen Durst mehr und sie hat die Schüssel weg gestellt. Ich wollte aber gerne doch den Stoff näher beriechen und daran ziehen. Das Wasser darin war dann plötzlich auf dem Boden im Wartezimmer. Alle kicherten und ich hab das Wasser auch fix aufgelekt, aber sollte ich dann doch lassen, meinte meine Hundemensch und hat die Decke über die Pfütze gelegt….Naja.. Ach: Ich habe von dem Herr mit den Beinen neben mir in dem Warteraumauch noch Leckerchen bekommen. Gaaaanz wichtig zu erwähnen. Danach war der Zettel fertig und wir sind fix in die Apotheke, wo auch alle suuuper freundlich zu mir waren. Aber dann gings Richtung Heimat. Während wir auf meine U-Bahn gewartet haben, habe ich schon auf meiner Decke geschlafen und in der U-Bahn bis zu Hause weiter. Mein Hundemensch hat auch Pause gemacht und danach einen Menschen-Apfelkuchen gebacken. Den durfte ich nicht essen, aber kleine Apfelstücke habe ich abgestaupt. Mein Hundemensch hat mir meine Decke in die Küche gelegt, weil ich nicht gern alleine schlafe. So war ich in ihrer Nähe und sie konnte in Ruhe in der Küche rumwuseln. Das war er: mein Freitag. Das Wochenende war dann zum gammeln reserviert.

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Autor: Assistenzhundeleben

Ich werde als Assistenzhund ausgebildet, um bei den vorhanden Einschränkungen meines Menschen unterstützend und stärkend zur Seite zu stehen.

2 Kommentare zu „Mein erster Besuch beim Menschenarzt und in der Apotheke“

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